Neujahrsempfang von Aufwind e.V. mit Klima-Vortrag von Prof. Emeis

Der gut besuchte traditionelle Neujahrsempfang von Aufwind e.V. fand am 4.1.2026 im Gasthof Bayerischer Rigi statt und war gleichzeitig der Auftakt zur Kommunalwahl 2026.


Der Vorsitzende Hermann Summer begrüßte die ca. 40 Gäste, darunter auch Bürgermeister Thomas Dorsch und der renommierte Klimaforscher Prof. Dr. Stefan Emeis. Für gute Stimmung sorgte erneut das Trio von Dr. Brod (Bass) mit Sängerin Sascha und Gitarrist Mino. Oldies und Klassiker der Folkmusik begleiteten sehr unterhaltsam den Sektempfang und das abschließende Weißwurstfrühstück.


Auf allen Tischen waren die beiden Flyer zum 20jährigen Bestehen von Aufwind und mit der Vorstellung der 16 Kandidaten für die Gemeinderatswahl ausgelegt.


Bürgermeister Dorsch würdigte in seinem Grußwort die konstruktive Zusammenarbeit mit Aufwind e.V. im Gemeinderat und gab seiner Freude Ausdruck, dass die Kandidatenliste auch eine Reihe neuer junger Gesichter umfasste, die offensichtlich Interesse am Engagement in
der Kommunalpolitik zeigte.


Frau Dr. Seitz-Hoffmann gab als Fraktionsvorsitzende einen kurzen Rückblick über wichtige kommunale Projekte im Jahr 2025 wie z.B. den Ausbau des Radweges, den Rückbau der Bundesstraße, die anlaufende Neugestaltung der Ortsmitte sowie über das Projekt Anschluss
des Kanalnetztes an das Klärwerk Peißenberg. Das Thema Erschließung des Gewerbegebiets West bereite Aufwind Kopfzerbrechen, so Dr. Seitz-Hoffmann, wegen starker Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, hoher Erschließungskosten und weiterer Versiegelung der Landschaft.


Prof. Dr. Emeis erläuterte auf sehr anschauliche Weise unter dem doppeldeutigen Titel „Was tun für ein gutes Klima?!“ die Ursachen und drastischen Folgen der bestehenden Klimakrise. Besonderen Schwerpunkt legte er auf die Frage, welchen Beitrag der Einzelne bzw. die Kommune leisten kann, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Unter dem Leitsatz „Global denken, lokal handeln“ erläuterte Prof. Emeis verschiedene Beispiele aus seiner Stadtrats- und Kreistagsarbeit, wie z.B. Gründung eines Klimaausschusses, Aktionspläne und hob dabei die herausragende Bedeutung von Mooren für die CO2-Speicherung hervor. Sehr anschaulich erklärte er auch die „Kipppunkte“ des Klimas und die Bedeutung des sich abschwächenden Golfstroms für das Klima bzw. den Anstieg des Meeresspiegels. Nach Abschmelzen des Grönlandeises würde der Meeresspiegel um 7 Meter ansteigen mit katastrophalen Folgen für tiefer gelegene Regionen. Auch die Ausbreitung der Tigermücke in Mitteleuropa als Überträger von Viruserkrankungen sei eine Folge der Erderwärmung, so Prof. Emeis.


Was man auf kommunaler Ebene gegen die Klimakrise leisten kann, zeigte Prof. Emeis anhand einiger Beispiele auf: Umstieg auf E-Mobilität und Wärmepumpen, lokale Stromerzeugung mit Balkonkraftwerken, Agri-PV-Anlagen, Schutz der Moore, Holz als Baustoff statt als Brennstoff, Vorsorge vor Starkregen – auch über Bebauungsplanvorgaben.


Somit war ein wichtiges Thema für den Auftakt des Jahres gesetzt, das auch Aufwind in seinem kommunalen Engagement – so Summer zum Abschluss der Veranstaltung – als Herausforderung und Chance annehmen werde.

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